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"Tanzen und der Körper"

  • 9. Juni 2024
  • 2 Min. Lesezeit



Spürst du deinen Körper so intensiv, wenn du tanzt? Wie lange kann man das beruflich machen? Ist es mit vierzig nicht vorbei?

Wow, irgendwie sind diese Fragen, vor allem der Gedanke an den Körper, das Alter oder einfach das Älterwerden, berechtigt. Uns allen ist klar, dass wir mit unserem Körper nicht ewig Höchstleistungen vollbringen können. Zumindest in der Theorie. Aber so richtig glauben wollen wir es oft nicht.

Natürlich haben bestimmte Körperteile längst aufgegeben und sich abgenutzt. Fast schon kapituliert.


So feilschen wir mit und über unsere Grenzen, überschreiten sie anfangs permanent, lernen hoffentlich daraus, ignorieren aber dennoch gelegentlich bestimmte Warnsignale des Körpers, bagatellisieren Schmerzen oder tun deutliche Einschränkungen als vorübergehende Wehwehchen ab oder erklären sie uns (und anderen) mit der Begründung: der aktuelle Wetterumschwung macht mir zu schaffen, der aktuelle Mondstand passt mir nicht oder mit einem einfach schlechten Tag, der morgens mit einer verpassten Straßenbahn begann.


Wie lange funktioniert das? Nun, bis es zusammenbricht. Jeder, der irgendeine Art von Hochleistungssport betreibt oder betrieben hat, kann davon ein Lied singen. Und Tanzen gehört definitiv dazu. Natürlich hat sich der Tanz und die verschiedenen anatomischen und medizinischen Aspekte enorm weiterentwickelt, viele Lehrerinnen und Lehrer sind weitaus besser und weitsichtiger ausgebildet oder haben aufgrund eigener Erfahrungen hinterfragt, daraus gelernt und handeln daher nachhaltiger und individueller mit ihren Tanzschülern, Studenten und Profis. Ein Glück und ein Segen für viele.


Ich hatte kürzlich eine Knie- und Schulteroperation. Nichts Dramatisches. Abnutzungserscheinungen ... und das nach fast fünfzig Jahren intensivem Sport und professionellem Tanz.

Aber jede Operation, egal wie kurz, klein und jetzt extrem schonend für den Körper mit arthroskopischen Werkzeugen und, wie ich sagte, minimal-invasiv.

Dennoch ist und bleibt es eine Operation. Strukturen werden verletzt, Verbindungen werden durchtrennt, gesunde Strukturen werden unter Druck gesetzt. Nichts für Zartbesaitete. Und man muss den Heilungsprozess akzeptieren. Gönnen Sie sich die Ruhe und eine gewisse Gelassenheit. Denn das wird er.


Es ist wie beim langsamen Kochen. Es braucht Zeit, aber dafür wird es umso besser. Und gehaltvoller.  Und man lernt in einer solchen Heilungsphase eine Menge. Ein echter körperlicher UND geistiger Prozess.


Also, mach dir keine Sorgen, sei aufmerksam, spüre deinen Körper und warte nicht zu lange. Denn Ihr Körper ist ein Instrument und nur Sie können ihn hegen und pflegen. Damit Sie ihn bis ins hohe Alter genießen können.  Mit diesem einzigartigen Instrument.


Keep on moving and healing!


Bis bald und auf Tschüß!



 
 
 

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